vorleserinnenVon Frauen für Frauen – so heißt es immer im Mai und November in der Einladung zur Buch-vorstellung der AsF Reilingen (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen). Ergänzen könnte man oft noch „über Frauen“, denn auch in der mittlerweile 19. Buchvorstellung im Reilinger Rieglerhaus standen in den vorgestellten Büchern meist Frauen im Vordergrund. Ob Hebamme, Lehrerin, höhere Tochter, Frau aus ärmlichen Verhältnissen, Wirtin, Logopädin, Politikerin, Reinigungskraft oder Gärtnerin aus Leidenschaft – sie alle waren anzutreffen in dieser Vorstellungsrunde. Selbstredend, dass auch die Musik von Frauen gemacht wurde: Das „Trio Eremitage“ (Anke Palmer, Ute Widdermann und Ulrike Wettig- Weidemeier) trug mit beschwingten Melodien zur Unterhaltung bei.

Aber es gibt auch Männer, die gerne zu der Veranstaltung kommen und die ganz herzlich von Jutta Akyol willkommen geheißen wurden. Und – entgegen der üblichen Rollenverteilung - an diesem Abend sorgen Männer für den Nachschub an Snacks und Getränken.

Nach der allgemeinen Begrüßung begann Gisela Prahl mit dem Vorstellungsreigen der Bücher. „Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn, der erste Band einer Trilogie, hatte das Leben verschiedenster Frauen nach dem 1. Weltkrieg zum Thema. „Rheinblick“ von Brigitte Glaser und vorgestellt von Buchhändlerin Jutta Dräger machte eine Zeitreise zurück ins poli-tische Bonn Anfang der 70er Jahre. Im Fokus: Hilde Kessel, die legendäre Wirtin des „Rheinblicks“.

Als drittes Buch stellte Eveline Bareiß „Die Interessanten“ von Meg Wohlitzer vor. Hauptfigur des Romans: Julie Jacobson , die auf der Flucht vor Enge und Tristesse die große Freiheit der Kunst und Kreativität sucht. Theres Fugger und Frau Schäufele, die beiden Reinigungskräfte, sorgten als Abschluss der ersten Vorstellungsrunde für Heiterkeit, obwohl es im Buch „Eiskalt weggewischt“ von Yvonne Schwegler um Mord geht. Birgit Schuppel stellte diesen Roman vor.

Eine nun folgende kleine Pause konnte zum Reflektieren des Gehör-ten, zum Genießen der Snacks und Getränke oder zum Schmökern in den ausliegenden Büchern genutzt werden.

Nach der Pause stellte Rosa Grünstein eine andere Rosa vor, deren Biografie sie so sehr fesselte, dass sie die 800 Seiten umfassende Lektüre mehr als Genuss denn als Bürde empfand: Rosa Luxemburg – eine starke Frau und in vielem eine Wegbereiterin für die Rechte der Frauen. Ernst Piper schrieb diese Biografie und führte damit die Zuhö-rerInnen ins Ende des 19. Jahrhunderts. „

Bin im Garten“ hieß das Kontrastprogramm, das Maike Ries-Schwarz dagegen setzte. Geschrieben von Meike Winnemuth zeigt es ein Gar-tenjahr mit allen Höhen und Tiefen, vom Planen und Säen, Pflanzen, Ernten und Essen, vom großen Wachsen und Werden.

Den Abschluss machte Gaby Feth- Biedermann mit dem Krimi „Eiswut“ von Walter Lan-din. Er spielt in Mannheim, es herrscht eine Eiseskälte, in der zwei männliche Leichen, die in einer Tiefkühltruhe zwischengelagert wurden, gefunden werden. Kommissar Lauer muss eine harte Nuss knacken, denn die eventuellen Zusammenhänge sind äußerst undurchsichtig.

Nach dem musikalischen Abschluss saßen die Gäste teilweise noch recht lange zusammen und tauschten sich aus. (iroe)

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